Let´s go Japan #1! Ein unvergesslicher Tokyo Trip

Zwischen Mega-City und Kleinod – die Vielfalt Japans hat mich tatsächlich überrascht. Zugegeben, vor meiner Reise war ich doch recht einseitig informiert. Animés und ganz viel „Kawaii“, Leuchtreklamen, Gamer-Kultur, Arcades und volle U-Bahnen hab ich freudig erwartet (und bekommen). Dass es darüber hinaus auch so viele versteckte, kulturelle Schätze, Ruhe und klassische Ästhetik gibt, war eine großartige Überraschung. Im ersten Teil meines Japan-Blogs geht es um die Mega-City Tokyo – unsere 1. Station.

Roadtrip Japan

Akihabara „Electric Town“

Der Bezirk Akihabara liegt im Westen der kreisförmigen Route der Yamanote Line, quasi die Ringbahn Tokyos. Akihabara ist auch bekannt als DIE Elektronikmeile für begeisterte Games-, Technik- oder Nerdkram-Shopper. Hier kann man wirklich stundenlang stöbern und sich von Shop zu Arcade zu Maid-Café treiben lassen. Letzteres kann ich allerdings nicht empfehlen. Ja, so ein Maid-Café kann man mal gesehen haben, aber um ehrlich zu sein, sind es eher Tourifallen und Geldabzocken.

Meine „Must Sees" in Electric Town:

  • Shopping Mall Yodobashi direkt bei der Akihabara Station: Riesen groß und mit sehr cooler Gaming Area mit Nintendo, Sony PlayStation und Co.

  • Animé-, Game- und Mangafiguren: Läden, die mir hierzu gut gefallen haben, waren Mandarake, Radio Kaikan und die Liberty Stores

  • Nach Second-Hand Ausschau halten: Richtig gut erhaltene Artikel (Objektive, Kameras und vieles mehr) aus zweiter Hand findet ihr in fast jedem Elektronik-Store wie zum Beispiel bei Soft Map

  • Super Potato: DER Laden für alle Retro-Zocker. Meine Highlights: Alles rund um die Klassiker von Pokémon, Super Mario und natürlich Zelda. 

Tokio_Akihabara_Yodobashi_kom.jpg

Yodobashi-Akiba

Shibuya

Tokyo_Arcade_Photobooth_Foto_kom.jpg

Purikura…

oder auch “Selfies auf die japanische Art”

Der Bezirk Shibuya hat einige (das ist wohl untertrieben) Highlights in petto. Ich wüsste nicht, wann es hier mal langweilig werden könnte. In Shibuya atmet ihr Tokyos Reichtum an Trendsettertum und Tradition mit jedem Zug ungefiltert ein. Die Vielfalt der Stadt wird hier besonders deutlich und sie trumpft in jedem Bereich mit Superlativen – sei es im Stadtbild, das gekennzeichnet ist von trendigen Menschen und kreativen Werbeformen, beim Shopping in einzigartigen Boutiquen, von kulinarischen Specials (nicht nur in Regenbogenfarben) oder kulturellen Sehenswürdigkeiten. Auf unserer Route durch Shibuya:

Meiji Schrein und Yoyogi Park

Life und Style im Stadtteil Harajuku

Geschäftiges Treiben rund um den Bahnhof Shibuya

Shinjuku

Shinjuku ist der Nachbarbezirk von Shibuya und ebenfalls eine Perle. Wolkenkratzer, Leuchtreklamen und kuriose Attraktionen sorgen für einen überwältigenden Wow-Effekt. Dazu trägt ebenfalls bei, dass der Bahnhof Shinjuku das höchste Aufkommen an Passagieren weltweit hat.

Besonders sind mir die schrillen und ungewöhnlichen Ausgehmöglichkeiten, wie das Robot-Café, und das Bezirks-Maskottchen Godzilla in Erinnerung geblieben. 

In und um Tokyo Station

Der Hauptbahnhof Tokyos ist einen Besuch absolut wert. Nicht nur, dass ihr von hier mit den kultigen und superpünktlichen Shinkansen Zügen durch Japan reisen könnt – im Bahnhof selbst gibt es zudem thematisch organisierte Shopping- und Fressmeilen wie die Character Street (eine ganze Straße mit Läden mit Fanartikeln zu Animés, TV Shows etc.) oder die Ramen Street. Auch ganz cool und ein hübscher Hingucker: Tokyo Station ist nach Vorbild des Amsterdamer Bahnhofs erbaut. 

Tipp: Wenn ihr vorhabt, Japan zu erkunden und weitere Strecken mit dem Shinkansen zurückzulegen, dann lohnt sich wahrscheinlich der so genannte Japan Rail Pass (JR Rail Pass). Ihr solltet euch rechtzeitig vor eurer Reise danach erkundigen, denn dieses Ticket ist nur für Touristen außerhalb Japans erhältlich. Es gibt Pässe für 7, 14 oder 21 zusammenhängende Tage. Hier gibt es weitere Infos: https://www.jrailpass.com/de/

Dem öffentlichen Nahverkehr in Tokyo habe ich mit gemischten Gefühlen entgegenfiebert. Vor Augen hatte ich überfüllte U-Bahnen zur Rush-Hour, in die die Passagiere nahezu stur mithilfe der Bahnhofssecurity gezwängt werden. Ja, (sehr) volle U-Bahnen hatten wir auch. Ja, Rush-Hour ist gefühlt den ganzen Tag. Aber nein, wirklich klaustrophobisch oder unangenehm wurde es für mich nie. Ganz im Gegenteil: Die Organisation und das soziale Miteinander der Japaner auf kleinen Raum hat mich echt begeistert. Wenig bis kein Gedrängel auf den Bahnsteigen oder im Zug. Auf bedürftige oder gehandicapte Menschen wird Acht gegeben. Es war nie unangenehm laut. Kurzum: Jeder achtet auf einen höflichen, respektvollen und achtsamen Umgang.

Tokyos Skyline am Tag und bei Nacht

Aussichtspunkte, von denen man einen Überblick über Tokyos ganze Pracht erhält, gibt es Unzählige. Hier habe ich zum Abschluss drei Perspektiven, die mich begeistert haben. 

Roppongi Hills Mori Tower: Tokyo bei Nacht und Blick auf den Tokyo Tower (Eintritt kostet rund 18 Euro)

Tokio_Skyline_Night_2_kom.jpg

Panorama-Blick vom Government Building (Kostenloser Eintritt)

Tokyos Skyline vom Wasser aus: Tokyo Bay Cruises