Collecting Moments: Meine Reise durch Bali

Mount Batur

 

„Einmal im Jahr solltest du einen Ort besuchen, an dem du noch nie warst.“ -Dalai Lama

Deal! Wenn es nach mir geht, dann bereise ich so viele unbekannte Orte wie nur möglich in einem Jahr. Im September war ich zum ersten Mal in Indonesien. Um genau zu sein auf drei der rund 17.000 Inseln Indonesiens: Bali, Gili Trawagan und Lombok. Das Land hat mich begeistert und ebenso auch Achtsamkeit und Demut gelehrt. Auf jeden Fall habe ich einige neue Erlebnisse und Momente sammeln dürfen. Der Dalai Lama fände das sicher gut. 

Roadtrip auf Karte.001.jpeg

Habt ihr auch vor nach Bali zu reisen? Ich kann´s absolut empfehlen! Was mich begeistert hat, was ihr meiner Meinung nach nicht verpassen dürft und was ihr bei eurer Planung unbedingt mitdenken solltet, teile ich mit euch in diesem Blogpost. 

1 – Kommt in die Arme von Mutter Natur: 

Auf Bali und Co. findet das Leben draußen statt. Kein Wunder – drinnen verpasst man ja sonst das schöne Sommerwetter, das üppige Grün weit und breit, die Vulkanlandschaften und das Meer (quasi vor der Nase). 

2 – Apropos Natur…

… Die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind atemberaubend! Eines meiner liebsten Bali-Highlights war ein Trip auf den Berg Batur. In der Regel bucht ihr über euer Hotel oder diverse andere Anbieter (findet ihr einfach online über TripAdvisor und Co.) Touren mit einem Guide. Wir waren zu zweit und haben ca. 60 Euro pro Kopf gezahlt. Mit inbegriffen: Driver (Hin- und Rückfahrt zum Hotel in Lovina; ca. 2 Stunden pro Strecke), Guide für die Wanderung hoch und runter sowie eine Snack Box. Der Ausblick und der Sonnenaufgang haben mich umgehauen! Das frühe Aufstehen und die anstrengende Wanderung haben sich absolut gelohnt.

Atemberaubende Aussicht von Mount Batur auf Vulkan Agung

Hier ein paar Tipps, die euch für die Wanderung gut rüsten:

  • Für den Aufstieg ab dem Startpunkt am Fuße des Berges braucht ihr zwischen 1,5 und 2,5 Stunden – je nach Kondition. Ich bin ziemlich langsam unterwegs. Das letzte drittel der Strecke war zudem sehr steil und echt anstrengend. Entsprechend war ich mit rund 2 Stunden (und ein paar Zerquetschten) inklusive einiger kurzer Pausen zum Durchatmen gut dabei. Je nach dem, wie ihr euch einschätzt, könnt ihr mit eurem Tour-Anbieter eine Startzeit ausmachen. Wichtig ist, dass ihr pünktlich zum Sonnenaufgang oben seit! Die meisten starten um ca. 3:30 Uhr in der Früh. 
  • Egal wie schnell oder langsam ihr den Aufstieg machen werdet – ihr werdet schwitzen! Beachtet, dass ihr früh morgens auf 1.700 Meter ankommt. Euch wird schnell kalt werden nach der Wanderung. Denkt daran, trockene Kleidung dabei zu haben, die euch oben wärmt. Sobald die Sonne aufgegangen ist, wird es schnell wieder sehr warm. Zwiebel-Look eignet sich also am besten.
  • Zieht festes Schuhwerk an. Ich war total froh, dass ich meine Wanderstiefel dabei hatte. Die Wanderwege, insbesondere nah am Gipfel, sind sehr steil und staubig. Mit meinen Wanderstiefeln hatte ich guten Halt. Einige Mitwanderer mit Sneakern habe ich oft rutschen und abknicken sehen.
  • Auf dem Gipfel gibt es Snacks zu kaufen. Rüstet euch trotzdem gut mit Wasser, einer Snack Box und ggf. einer Kanne Tee / Kaffee (was Warmes für oben) aus.
  • Und zu guter letzt ein Tipp, der wahrscheinlich für alle Fotografen unter euch eine Selbstverständlichkeit ist: Nehmt euer Stativ mit. Dann könnt ihr bei niedriger ISO einfach länger belichten und die Farben dieses Naturschauspiels noch eindrucksvoller festhalten.

Me mit Kamera

Einen weiteren wunderschönen Sonnenaufgang hatten wir außerdem in Lovina im Norden Balis. Um 5:30 Uhr am Morgen ging´s zum Delfin-Spotting auf das offene Meer. Die Küste + die Wolken + die aufgehende Sonne = Love! 

Sunrise an Lovinas Küste #Fire

Side Note: Delfin-Touren werden euch im Norden überall (im Hotel, auf der Straße, am Strand) angeboten. Ich kann sie nicht empfehlen. Die Fahrten im motorisierten Jukung Fischerboot ähneln eher einer Jagd: Boote voller Touristen düsen wie verrückt den Delfin-Schwärmen hinterher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut und stressfrei für die Tiere ist. Teilweise hatte ich allerdings den Eindruck, dass sich die Delfine über die Menschen lustig machen. Gut so… Habt ihr Erfahrungen?

Die Sonnenuntergänge in Lovina waren übrigens auch nicht von schlechten Eltern.

Einen super hippen Sonnenuntergang haben wir in Canggu westlich von Denpasar gespottet. Hip? Canggu erschien mir als Hipster´s Paradise (im guten Sinne). Viele junge Menschen, zig Nationalitäten, moderne Bars und Restaurants sowie stylishe Shops prägen das Bild vor Ort. 

3 – Einfach mal 9e gerade sein lassen: 

Ich weiß, ich weiß – in Deutschland ist alles top organisiert, geordnet und archiviert. Diesen Eindruck hat man von Indonesien nicht. Und trotzdem funktioniert´s. Zumindest habe ich keine gravierend schlechten Erfahrungen gemacht. Auch, wenn ab und an ein mulmiges Gefühl aufgekommen ist. Beispielsweise beim Speed-Boat fahren zwischen den Inseln Bali, Gili und Lombok. Die Boote peitschen nur so über das Wasser und man fragt sich, ob die eigenen Koffer und der eigene Mageninhalt heil am nächsten Hafen ankommen. Oder der Straßenverkehr: Organisiertes Chaos? Die Menschen fahren überwiegend ohne Helm, schnell und riskant. Schlimme Unfälle habe ich glücklicherweise nicht gesehen – selbst fahren (und dann auch noch im Linksverkehr) wollte ich aber nicht. Leistet euch lieber einen Driver, insbesondere, wenn ihr längere Strecken zurücklegt. So oder so – auch solche Erfahrungen und Eindrücke gehören zum Reisen dazu. Ich finde sie ganz wichtig, um den eigenen Horizont zu erweitern. Und, um sich zu ermahnen, einfach mal locker zu bleiben. 

4 – Die Kultur:

Ich fand Bali extrem spirituell und kulturell bereichernd. Der Hinduismus ist allgegenwärtig – mit Symbolen, Artefakten und Ritualen, die für mich als Europäerin mystisch wirken. Die Kultur und Religion der Balinesen zu erkunden, hat mich sehr fasziniert und zählt ebenfalls zu meinen liebsten Erfahrungen. 

Buddhistischer Tempel Brahmavihara #Zen

Selten habe ich auf meinen Reisen so freundliche und glücklich wirkende Menschen erlebt. Liegt es am Yoga, den Mantras oder der Meditation? Oder am starken Familienzusammenhalt und dem schönen Wetter? Keine Ahnung. In Gesprächen mit den Einheimischen wurden diese Punkte zumindest genannt. 

5 – Yummy For My Tummy

Liebe Leute, es wird noch einen Blogpost einzig und allein rund ums Thema Balinese Cooking geben. Ich habe an einem Workshop auf einem kleinen Bio-Hof teilgenommen. Es hat super viel Spaß gemacht und war ein Genuss. Hier ein kleiner Teaser – der Beitrag folgt. 

Indonesien hat mich auf ganzer Linie begeistert. Und ich bin richtig froh darüber, dass ich meine Eindrücke für lange Zeit festgehalten habe. Die Bilder werden mir auch in vielen Jahren als Gedächtnisstütze dienen und mich in Erinnerungen schwelgen lassen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder andere Eindrücke gesammelt? Schreibt mir – ich freu mich auf eure Nachrichten.