#1 Island im Winter: Reykjavik, Golden Circle und der Süden der Insel

Ende März bin ich mit zwei Freundinnen auf Rundreise nach Island geflogen. Nicht nur gefühlt ist unser Trip Ewigkeiten her. (Sorry für den späten Post). Die Erinnerungen begeistern mich seitdem jedoch jeden Tag. Die Reise war so toll – die Aufregendste und Eindrucksvollste, die ich je gemacht habe. Wir haben 7 ganze Tag vor Ort verbracht und das Land mit einem Geländewagen – vorwiegend auf der Ringstraße – bereist. Unsere Route, Highlights und Tipps erzähle ich Euch in diesem Blogpost. Ich wette, danach habt Ihr auch Bock auf Island!

Warum März? Warum Winter? In Blogs und Foren habe ich recherchiert, dass sowohl die Sommermonate (April bis September) als auch der Winter (Oktober bis März) jeweils ganz besondere Vorteile für eine Islandreise bieten. Ob Winter oder Sommer – nach Island sollte man also öfter. Wir wollten unbedingt Nordlichter sehen, Wale wären auch cool gewesen. Gleichzeitig hatten wir ein bisschen Angst vorm tiefsten Winter mit Schneestürmen und Co. Also ohne zu wissenschaftlich an die Sache ranzugehen, haben wir uns für Ende März entschieden – quasi die Übergangszeit von Winter zu „Sommer“. 

Ich finde, wir haben´s genau richtig gemacht: Nordlichter haben wir gesehen!!!! Wale hätten wir sehen können… (Mehr zum „hätten“ später). Und es war schön eisig kalt, sodass sich der Sprung in die heiße Quelle so richtig gelohnt hat. Während unserer 7-tägigen Tour haben wir sämtliche Wetterverhältnisse mitgemacht: Regen, Sturm, eisige Kälte, glasklare Kälte, strahlender Sonnenschein und makellos blauer Himmel sowie dicke Nebelschwaden. Es war himmlisch!

Unsere Route und eine Handvoll Highlights auf einen Blick

 

 

Tag 1: Erst einmal ankommen und Reykjavik erkunden

Wir sind mit WOW Air von Berlin nach Keflavik geflogen. Der Preis pro Kopf für Hin- und Rückflug betrug ca. 300 Euro. Wir haben rund zwei Monate vorher gebucht und ich fand des Preis recht happig. Es war aber das günstigste Angebot. Vorab haben wir über den ADAC einen SUV gemietet, den wir direkt am Airport abholen konnten.

Reykjavik ist eine super süße Stadt und ihr solltet sie bei Eurer Island-Reise definitiv erkunden. Wir haben dafür sowohl den ersten als auch den letzten Tag genutzt. Meine Reykjavik Top-5

#1 Urban Lifestyle Flair: überschaubar, inspirierend und mit vielen, kleinen Schätzen zum Entdecken

#2 Großartige Großstadt-Menschen: weltoffen, individuell, cool 

#3 Meeresweite im Blick – urbane Vielfalt im Rücken

#4 Nordic-Atmosphere: Bärte, Pullis und SUVs

#5 Frisches Wasser aus dem Hahn und frischer Fisch zum Dinner – so yummy!

 

#reykjavik #nofilter

 

Tag 2: Los geht's in Richtung Golden Circle

Wir haben uns zwar nicht die Zeit genommen, den kompletten Golden Circle (auch: Gullni hringurinn oder Goldener Ring) zu erkunden. Das eine oder andere Highlight wollten wir aber nicht missen. Wir sind früh los aus Reykjavik. Auf dem Plan…

…das Geothermalgebiet Haukadalur, wo wir uns den Namensgeber aller Geysire >Geysir< sowie den Geysir Strokkur angeschaut haben. Classic: Strokkur bricht circa alle 10 Minuten aus. Nicht nur das ist ein Bild für die Götter. Auch die Traube von Touristen, die angespannt ihr Smartphone auf den Geysir hält, um im exakt richtigen Moment eine Slo-Mo-Aufnahme des Spektakels festzuhalten. 

… und der Wasserfall Gullfoss (goldener Wasserfall). Während unseres Aufenthalts vor Ort haben wir mehrere Wetterumschwünge miterlebt: stürmischer Wind, der dir das Hirn durchpustet. Peitschender Regen, der dich bis auf die Knochen durchnässt (Wenn du deine Regenmontur vergessen hast). Und einen blauen Sonnenhimmel inklusive makelloser Regenbogen. 

An diesem Tag wollten wir noch den Süden der Insel erreichen und die Küste erkunden. Am späten Nachmittag kamen wir an einem Parkplatz an, der recht gut besucht war. Wir wussten nicht warum, wollten es aber herausfinden. Wir sahen vom Parkplatz aus nur die Küste am Horizont und dachten, dass man von hier aus einfach Richtung Strand spaziert. 20-30 Minuten war unsere Schätzung.

Insgesamt waren wir mehr als eine Stunde auf weiter Flur unterwegs (pro Strecke!!!)… bis wir… und das war eine so schöne Überraschung… das berühmte Flugzeugwrack am schwarzen Sandstrand entdeckten.

Die folgenden GPS-Daten habe ich auf reisegeek.de gefunden (Danke dafür :-)):

GPS-Koordinaten Gravel-Road: 

63.4912391,-19.3632810

GPS-Koordinaten Flugzeug:

63.459523,-19.364618

Dieses Erlebnis war unglaublich beeindruckend. Nicht nur das Wrack – auch der Weg dahin, der Wind, das wunderschöne Panorama und die immense Weite.

 

Tag 3: Noch mehr Küste und richtig guter Kaffee in Höfn

Übernachtet haben wir nahe des Wasserfalls Skogafoss, den wir direkt früh am Morgen besucht haben. Am Gipfel des Wasserfalls habt ihr eine tolle Aussicht – der Aufstieg lohnt sich absolut.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war ein laaaaaaanger Spaziergang über Stock und Stein am schwarzen Strand in der nähe des südlichsten Städtchens Vik i Myrdal. Das Wetter war spitze: Sehr windig und trocken. 

Eingekehrt sind wir im Guesthouse Hafnarnes in Höfn (https://hafnarnes.is/) – eine liebevoll geführte Pension mit dem besten Kaffee, den wir auf dem Trip hatten! In Höfn (südöstlich der Insel gelegen) konnten wir uns im Supermarkt Bonus für die nächsten Tage eindecken und Energie sammeln für den nächsten Tag. 

 

Mehr gibt´s in Teil 2 von „Island im Winter“ – hier klicken!